31. März 2026
1. Welche Botschaft möchtest du den Frauen bei AGAPLESION mit auf den Weg geben?
Auch in schwierigen Zeiten steckt immer Entwicklung. Ich habe selbst erfahren, wie wichtig es ist, an sich zu glauben und gleichzeitig andere mitzunehmen. Meine Botschaft an die Frauen bei AGAPLESION lautet: Traut euch, Verantwortung zu übernehmen, bleibt euch selbst treu und habt den Mut, auch in unsicheren Situationen voranzugehen. Genau dort entsteht echte Stärke. Außerdem halte ich es für wichtig, stets im kollegialen Austausch zu bleiben und in herausfordernden Situationen weniger emotional, dafür reflektierter zu reagieren.
2. Was wünschst du dir bei AGAPLESION in Bezug auf die Frauenförderung?
Ich wünsche mir, dass Frauen weiterhin gezielt gestärkt und darin ermutigt werden, Verantwortung zu übernehmen. Besonders wichtig ist mir dabei der Aufbau und die Pflege starker Netzwerke zur gegenseitigen Unterstützung. Denkbar wäre zum Beispiel eine jährliche Stationsleitungskonferenz, die nicht konzernweit stattfinden muss, sondern auf zwei oder drei Krankenhäuser begrenzt ist, um den Austausch, die gegenseitige Unterstützung und neue Ideen zu fördern.
3. Was hast du auf deinem Weg gelernt? Welche Hürden musstest du nehmen, welche Ereignisse haben dich gestärkt?
Ich habe gelernt, mich an unterschiedliche Lebenssituationen anzupassen. Eine große Herausforderung war die Umstellung in die Pflege in Deutschland. Ich komme ursprünglich aus den USA und habe dort meine Ausbildung als Registered Nurse absolviert, die hier zunächst anerkannt werden musste. Zusätzlich musste ich eine neue Sprache erlernen, da ich seit 2008 in Deutschland lebe und zu Beginn keine Deutschkenntnisse hatte.
Eine besonders prägende Herausforderung bei AGAPLESION war der Neuaufbau eines Teams, das aufgrund von Zukunftsunsicherheit moralisch und emotional stark belastet war. Diese Erfahrung hat mich nachhaltig gestärkt, insbesondere im Umgang mit Unsicherheit, beim Aufbau von Vertrauen sowie in der Führung von Mitarbeitenden in schwierigen Phasen.